Matratzenhülle

Die Herstellung von shogazi®-Matratzenhüllen

Im Folgenden erläuten wir Ihnen die Macharten unserer Bezugs- stoffe.

Jersey-Matratzenbezug

Ein Jersey ist ein weicher, meist elastischer Stoff, gestrickt (gewirkt) aus Wolle, Wollmischgarnen, Baumwolle, Seide und auch Lyocell- und Lenpur- fasern
Es ähnelt bzw. wirkt wie ein Gewebe mit Rippenmusterung. Jersey aus ist geschmeidig, weich, außerdem atmungsaktiv, saugfähig.
Jerseystoff wird größten Teils für Damenoberbekleidung oder Bettwäsche verwendet und auch für Matratzenbezugsstoffe verwendet.
Der Jersey wird bei shogazi verwendet für die Matratze shogazi Deluxe, Vital Comfort Plus und Ergo Basic Plus.

Doppeltuch Jersey

Drell-Matratzenbezug

Drell, auch Drillich genannt, ist eine dichte, feste und strapazierfähige Ge- webekonstruktion.
Er besteht entweder aus Baumwolle, Leinen, Halbleinen oder Chemiefaser.
Wir verwenden für unsere Naturlatexmatratzen Bio-Baumwolle aus kbA, bei den Matratzentypen: ERGO BASIC II und PREMIUM COMFORT II.

Doppeltuch

Verarbeitung der Textilien unserer Stoffhersteller

Merzerisation

Die Merzerisation (Mercerisation) ist ein Veredelungsverfahren für Baumwollgewebe und neuerdings auch für Lenpur- und Lyocellgewebe, das erstmals vom Engländer John Mercer (Chemiker) entwickelt wurde. Er bemerkte beim Filtrieren von Natronlauge durch ein Baumwolltuch, dass das Gewebe aufquoll und anschließend deutlich andere Eigenschaften aufwies.

  • seidenartigem, waschbeständigem Glanz,
  • besserer Färbbarkeit
  • höherer Festigkeit und
  • besserer Dimensionsstabilität

Technisch werden die endgültigen Eigenschaften letztlich durch das angewendete Merzerisationsverfahren (Heiß- und Kaltmerzerisation nach dem Trocken-in-nass und Nass-in-nass-Verfahren, Walzen- und Vakuumim- prägnierung) und der Einflussparameter Warenspannung, Verweilzeiten und Natronlaugekonzentration bestimmt.

Das Verfahren erhöht die Qualität der Textilien wesentlich, ist aber sehr kostspielig. Daher wird es nur bei Textilien der höchsten Qualität angewandt.

Das Spinnen

Das Spinnen Grundlagen Spinnfaser- und Filamentgarne Stapelfasern werden auf mechanischem Wege zu Spinnfasergarnen versponnen. Sie erhalten durch Drehung ihre Festigkeit. Filamente werden auf chemisch-technischen Weg aus Spinnmassen ersponnen.

Aufteilung der Spinnfasern:

Drehung: Der Begriff Drehung umfasst die Drehrichtung und die Drehungszahl von Garnen und Zwirnen. Die Drehrichtung gibt die Steigungsrichtung der Fasern im Garn oder der Garne im Zwirn an, „Z“ oder „S“- Drehung. Die Drehungszahl gibt die Anzahl der Drehungen von Garnen und Zwirnen, bezogen auf die Länge von 1 m an.

Übersicht Spinnverfahren: 
Gängige Spinnverfahren – Ringspinnen und OE-Spinnen.

Ringspinnen Das häufigste Spinnverfahren für Garne ist das Dreizylinderspinnverfahren.

Diese Bezeichnung kommt daher, dass das Streckwerk der Ringspinn- maschine hier aus drei übereinander liegenden Walzenpaaren (Zylindern) besteht. Im Streckwerk wird ein Faserband durch die unterschiedliche Geschwindigkeit der Walzenpaare verfeinert, oder besser gesagt verzogen. Wenn z.B. bei gleichem Walzendurchmesser die Einzugswalzen eine Umdrehung und die Ausgangswalzen acht Umdrehungen machen, wird das Faserband auf die achtfache Länge verzogen. Die Gleichmäßigkeit des entstandenen Garnes ist dabei u.a. abhängig von der Anzahl der Strecken- passagen. Spinnerei – Vorwerk Beispiel Baumwollspinnerei (Ring und OE-Spinnerei):

1. Ballenvorlage Zusammenstellung einer größeren Anzahl von Ballen zu einer Spinnpartie, um eine bessere Mischung des Fasergutes zu erhalten.

2. Abarbeiten/Öffnen Abtragen der Ballen über eine Fräswalze und gleichzeitig Erstauflösung der Ballen

3. Öffner/Reinigung Auflösung zu Flocken und gegebenenfalls Reinigung der Fasern, z.B. bei Baumwolle.

4. Mischer Mischen der Fasern für einen gleich bleibende Homogenität.

5. Karde Auflösen der Flocke zur Einzelfaser, Reinigen (Baumwolle), Parallelisieren, Bandbilden Querschnitt einer Karde:

6. Strecke Vergleichmäßigung durch 1 bis 3 Streckvorgänge (Passagen)

7. Kämm-Maschine (optional) Herauskämmen kürzerer Faseranteile, Reinigung Für hochwertige Garne, gekämmte Baumwollgarne

8. Flyer Verstrecken zu Vorgarn, Vorlage für die Ringspinnmaschine

9. Ringspinnmaschine Verstrecken zur endgültigen Feinheit, verdrehen, aufwickeln Das Fasermaterial wird dem auf der Spindel sitzenden Garnträger (Kops) mit gleich bleibender Geschwindigkeit vom Streckwerk zugeführt und dort aufgewickelt. Das Garn erhält seine Drehung durch den Ringläufer. Er wird vom Garnkops mitgenommen und überträgt so die Drehung der Spindel auf das Garn. Die Drehungszahl des Garnes kann durch die Spindeldrehzahl oder durch die Liefergeschwindigkeit des Streckwerkes verändert werden.

10. Spulmaschine Umspulen der Kopse auf größere Garnträger, Garnkontrolle mittels Messkopf Rotorspinnen Open End Spinnen) Ein heute häufig angewandtes verfahren ist das Rotorspinnen. Bei diesem Verfahren entfällt der Vorgang des Vorspinnens (Flyer). Außerdem ist die Produktion deutlich höher als bei der Ringspinnmaschine. Auf der Rotorspinnmaschine wird das zugeführte Streckenband bis zur Einzelfaser aufgelöst und gereinigt.

Im Rotor wird durch die Zentrifugalkraft ein Faserring bestimmter Stärke gebildet. Das offene Ende des fertigen Fadens spinnt sich an den Faserring und zieht in heraus. Rotorgarne haben einen anderen Charakter als Ringgarne. Da die Fasern nicht so parallel liegen, sind die Garne stärker strukturiert und haben eine geringere Festigkeit als vergleichbare Ringgarne. Außerdem können Rotorgarne nicht so fein ausgesponnen werden.