Warum kbA-Baumwolle?

Baumwolle aus konventionellem Anbau oder Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA)?

Auf Grund von mangelndem Wissen über die bestehenden Zustände in den Baumwollan-baugebieten, lässt sich diese Frage von einem Laien ohne genauerem Wissen nicht beantworten. Um Klarheit zu schaffen bedarf es einer Skizzierung der tatsächlichen Zustände in den Anbaugebieten und einen Blick hinter vermeindlich clevere Vermarktungsstrategien:

"Konventionelle" Baumwolle wird unter extremen, nicht tragbaren Bedigungen für Mensch, Natur und Umwelt angebaut. Ausschlaggebend für die gegenwärtigen Bedingungen sind der harte Preiskampf der vielen Anbieter. Dieser unerbittliche Kampf nach günstigen Preisen bei Baumwollprodukten lastet längst nicht mehr nur auf den Abnehmern, sondern hat sich bereits bis an die Quelle - den Baumwollproduzenten - herangearbeitet. Diese Entwicklungen hat sowohl Auswirkung auf die Arbeitsbedingungen in den Baumwollfarmen, als auch Auswirkungen auf die Natur und in letzter Instanz sogar auf die Gesundheit der Endverbraucher.

Baumwolle als Rohstoff

Weltweit werden 3% der gesamten Ackerfläche mit Baumwolle bepflanzt, dort aber 20% der Weltjahresproduktion an Insektiziden, Fungiziden und Herbiziden und Fungiziden eingesetzt. Zusätzlich komm es zum Einsatz von Entlaubungsmitteln und horrende Mengen an Kunstdünger.

Als Folge des Preiskampfes kommt es nochmals zum vermehrtem Einsatz von Kunstdünger, Insektiziden, Fungizide und Herbizide um den Verdienstausfall durch größere Ernteerträge zu kompensieren. Diese Maßnahmen haben erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt rund um die Anbaugebiete und auf die Arbeitsbedingungen in den Baumwollfarmen. Verteilt werden diese giftigen Stoffe meist von Arbeitern ohne ausreichendem Equipment, so wird in der Regel auf Grund von Sparmaßnahmen ohne Haut- und Atemschutz gearbeitet. Ein weitere erschreckende Folge ist eine große Zunahme der Kinderarbeit in den Anbaugebieten.

Hautärzte und Allergologen haben bereits ihre Besorgnis ausgesprochen und Alarm geschlagen! Doch warum kleiden wir uns und unsere Kinder dann mit einer in dieser Form belasteten Baumwolle ein? Der Grund hierfür sind vermeindlich einwandfreie, vermarktete Gütesiegel die etwas darstellen was nicht der Wahrheit entspricht, in Kombination mit der Verlockung von niedrigeren Preisen.

Durch diese Art des Anbauenes wird jedoch nicht nur die Gesundheit des Arbeiters in der Produktion und in letzter Instanz die der Endverbraucher gefährdet, sondern auch die Natur, auf Grund des übermäßigen Einsatzes von Pestiziden etc. regelrecht ausgerottet und vernichtet. Ein besonders erschreckendes Beispiel ist die Baumwollregion um den Aralsee, die einer ökologischen Katastrophe gleicht.

Gegenteiliges spielt sich in der Produktion von Baumwolle aus kontrolliert-biologischem Anbau ab und daher ein muss für jeden human- und ökologisch-denkenden Menschen, der etwas auf sich und seine Umwelt hält und gesund leben und schlafen möchte.

In der kbA-Baumwollproduktion findet keine Anwendung von Insektiziden, Herbiziden, Fungiziden etc. statt. Desweiteren wird jegliche Unkrautbekämpfung und Düngung biologisch und mechanisch getätigt und es kommt daher zu keinem Einsatz von Kunstdünger, der verherende Folgen auf die Natur und das ökologische Gleichgewicht hat.

Auch die Weiterverarbeitung der Baumwolle erfolgt ohne die Benutzung von ökologisch bedenklichen Substanzen wie Formaldehyd, Chlorverbindungen etc. und ist dadurch sehr freundlich zur Haut und mit extrem geringem allergischem Potential behaftet.

Wenn Sie sich also für kbA-Baumwolle entscheiden tun Sie sich, ihren Angehörigen, der Umwelt und der Natur einen Gefallen und schützen sich vor Gefahren denen Sie ausgesetzt sein könnten, wenn Sie in konventioneller Baumwolle schlafen würden. Außerdem tragen Sie zum Umweltschutz und dem Erhalt der Natur bei und helfen zudem aktiv bei der Schaffung von menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und der Reduzierung von Kinderarbeit mit.

Die Gewährleistung für die Einhaltung der Bedingungen für kbA-Baumwolle wird durch autorisierte, unabhängige Insitute wie SKAL, IMO oder auch OCIA überwacht.